Madrid und das Meer

Oft schreibe ich wohl nicht, weil ich so viel zu sagen habe, dass es mir unmöglich erscheint, es in Worte zu fassen. Die Welt ist komplex. Oder besser die Welten. Ich verbrachte drei Tage mit Marc und Anne in Madrid. Wenn wir zusammen sind, debattieren und besprechen wir alles, was uns beschäftigt: ...

Geldgespräche

Wie viel Geld hast du auf dem Konto? Beim gemeinsamen Essen erzählen mir Marc und Sonia von diesem spanischen Journalisten, der all seinen Interviewgästen diese Frage stellt. Interessant, denke ich mir. Ich stelle die Frage an alle in der Runde und sie antworten tatsächlich. Es fühlt sich richtig ...

Ungewissheit

Die zwei kleinen schwarzen Knäuel hoppeln neben uns her. Wir gehen zum ersten Mal, seitdem wir zusammenwohnen, gemeinsam spazieren. Meine Mitbewohnerinnen und ich, die ich vor sieben Jahren dank der Coaching-Plattform HumanTrust kennenlernte. Happy und Rosy, ihre beiden Hündchen, sind eine Wohltat ...

Erwachsen

„Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben.“ Kurz nachdem sie diese Zeilen schrieb, starb Marina Keegan bei einem Autounfall im Alter von 22 Jahren. Ich entdeckte ihr kleines Büchlein „Das Gegenteil von Einsamkeit“ ...

Der Papalagi

Ich sitze vor dem leeren Bildschirm und weiß nicht, wie ich anfangen soll. Es ist ja doch immer wieder dieselbe Erkenntnis, nur verschiedene Worte für verschiedene Symptome des Elends, das unsichtbar in uns dahinsiecht. Was so viele Mitmenschen als normal hinnehmen, treibt mich zur Verzweiflung. In ...

Die Bettkante

Der Saugroboter schlängelt sich an der Wand entlang. Unschlüssig sitze ich auf dem Bett und beobachte ihn. Zuneigung zu einem Ding ist schon ein merkwürdiger Menschenzug. Noch dazu zu einem Haushaltsgerät. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mit ihm spreche, mich bei ihm bedanke. Während ...

Willkommen im Leben

Als wir nach zwei Monaten im Mai letztes Jahr endlich wieder an die frische Luft durften, fühlte es sich an wie ein großes Volksfest. Ich werde das Gefühl nie vergessen, als meine Füße umgeben von hunderten Menschen endlich wieder Strandsand berührten und ich meine Freunde ohne Angst vor Strafe ...

Die fröhliche Narzisstin

„Wie fühlt es sich an, eine Narzisstin zu sein, die gegen Narzissmus schreibt?“, neckte mich D.. „Ich schreibe nicht gegen Narzissmus. Mir geht es darum, dass wir uns unserer narzisstischen Anflüge bewusst sind und humorvoll damit spielen, statt gegen das Ego zu kämpfen.“ „Auf deinem ...

Der schwarze Schwan

Seit anderthalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr für Flohbair geschrieben. Warum auch immer. Ich könnte das jetzt mal wieder analysieren, aber dazu habe ich keine Lust. Stattdessen möchte ich wieder loslegen und meinem Herzensprojekt wieder genauso viel Lebensenergie widmen wie meinen anderen Aktivitäten ...

Die Künstlerin

Im August besuchte mich die in Hamburg lebende russische Fotografin Sasha Ilushina für ein gemeinsames Fotoshooting. Für uns beide entstand daraus viel mehr als erwartet: Eine Freundschaft, gegenseitige Inspiration und dieses Interview, das sie im Anschluss auf Englisch mit mir führte und zusammen ...