Wie gehe ich damit um, wenn ich einen neuen Vorsatz wieder einmal nicht umsetze?

Flohbair hat jetzt einen Redaktionsplan.

Mein Schädel brummt. Noch ehe ich die Augen öffne, spüre ich, wie ein schlechtes Gewissen auf mir herumkaut. Langsam drücke ich dir schweren Lider nach oben und greife nach dem Handy auf dem Nachttisch. 14.23 Uhr.

Heute um 11.30 Uhr sollte mein erster Artikel in diesem Jahr erscheinen und eine neue Ära einläuten. Eine Ära mit Redaktionsplan und regelmäßiger, freudiger Schreibroutine.

Stattdessen wieder nur ein schlechtes Gewissen und diese bleierne Trägheit, die mich ans Bett fesselt.

„Warum ist das Leben immer so schwer? Warum kriege ich es nicht gebacken, am Ball zu bleiben? Ich werde es nie weiterbringen …“

Meine herunterziehenden Gedanken kommen gerade in Fahrt, als mein Freund auch endlich aufwacht und meinen unzufriedenen Gesichtsausdruck entdeckt.

Gleich regt er sich wieder über mich auf, denke ich noch.

Während er in schallendes Gelächter ausbricht!

Lacht der mich etwa aus?

„Ohhh, das Leben ist sooo schwer.“, ahmt er mich nach, „Ich habe drei Stunden meines Lebens verloren, weil ich eher aufstehen wollte, aber stattdessen gestern feiern war und Spaß hatte“.

Mein Verstand sucht noch nach Argumenten, um ihm den Ernst meiner Situation klar zu machen, doch ich lache schon lange mit.

Das war übrigens schon gestern.

Wie gehe ich damit um, wenn ich einen Vorsatz nicht einhalte

Nachdem ich irgendwann doch meinen Hintern hochbekam, änderte ich meinen Redaktionsplan und verlegte den Termin für diesen Artikel auf Samstag, 11.30 Uhr, also heute.

Jetzt ist es 15.30 Uhr und ich schreibe noch daran. Lösche. Schreibe was anderes. Lösche wieder. Und denke mir: „Na, dann wird er halt später veröffentlicht.“ Nur eines weiß ich: Ich möchte ihn heute posten. Heute bin ich motiviert. Auch, wenn es nicht der Uhrzeit des Plans entspricht.

Besser spät als nie, sage ich mir.

So abgedroschen dieser Spruch ist, so wichtig ist er, wenn es um unsere Vorsätze geht.

Vielleicht hast auch du dir einiges vorgenommen für das neue Jahr oder allgemein in deinem Leben?

Vielleicht hast auch du bereits einige deiner Vorsätze versäumt umzusetzen, als du es dir vorgenommen hattest?

Du hast 2 Möglichkeiten

  1. Du fühlst dich schuldig, zweifelst an dir und verwirfst deinen Vorsatz oder verschiebst ihn (was oft auf das Gleiche hinausläuft).

ODER

  1. Du fühlst dich schuldig, hinterfragst deine Zweifel, vergibst dir, erinnerst dich daran, was die Umsetzung des Vorsatzes dir bringen soll und nimmst es dann in Angriff.

Ich habe beschlossen, meinen Redaktionsplan nicht zu verwerfen, nur weil ich nicht gleich beim ersten Anlauf meine Termine einhalte.

Wenn ich jetzt zu streng zu mir bin, werde ich schnell die Freude an meinem Blog und dem Schreiben verlieren.

Wenn ich ohne Redaktionsplan weiter in den Tag hinein blogge (wie ich es noch vor ein paar Monaten vorhatte und in einem Artikel schrieb), werde ich schnell wieder vom Ball abkommen.

Deshalb kündige ich dir und allen anderen Lesern, ja der ganzen Welt, jetzt ganz groß an, dass Flohbair ab nun einen Redaktionsplan hat.

Und nicht nur das.

Du brauchst eine Vision

Ich habe eine Vision:

Flohbair als Magazinblog mit verschiedenen Rubriken:

  • Selbstliebe
  • Bücher & Inspirationen
  • Alltag & die Welt
  • Träume & Erfüllung
  • Schönheit & Körper
  • Beziehungen
  • Reisen & Wandern

Jeden Dienstag und Samstag um 11.30 Uhr soll ein Artikel zu einer der Rubriken erscheinen.

Jeden Montag um 9 Uhr verschicke ich meinen Newsletter mit Anregungen und Denkimpulsen für deinen Alltag.

So der Plan.

Der Plan soll dir Klarheit geben, was Flohbair dir bietet und wann.

Der Plan soll mich motivieren und mir helfen, mich im Schreiben zu üben, um immer besser zu werden und alle meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dir zu teilen, die mich weiterbringen.

Das hat zwar jetzt am ersten Tag noch nicht geklappt, doch das heißt nicht, dass es nie klappen wird.

Ich möchte mich in sanfter Selbstdisziplin üben.

Dafür muss ich meine Gewohnheiten ändern. Das braucht Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Das musst du berücksichtigen. Denn auch bei deinen Vorsätzen stehen dir deine Gewohnheiten im Weg.

Höre auf deine innere Stimme

Deshalb ist es wichtig, dass du dich daran erinnerst, dass es normal ist, wenn du an manchen Tagen scheiterst. Probiere es am nächsten Tag erneut.

Improvisiere und achte darauf, dass du auch Freude an deinem Vorhaben hast. Wäge mithilfe deiner inneren Stimme ab, wann es wichtig ist, trotz mangelnder Motivation und Lust, etwas zu tun, und wann es auch mal okay ist, nichts zu tun.

Du wolltest heute ins Fitnessstudio gehen, aber konntest dich nicht aufraffen? Versuche es am nächsten Tag erneut. Jeder Tag ist eine neue Möglichkeit mit deinem Vorhaben anzufangen.

Vielleicht begleitest du mich und siehst ab und zu auf meinem Blog nach, um zu sehen, ob ich meinen Redaktionsplan einhalte? Wenn du siehst, dass ich es durchziehe, spornt dich das vielleicht an.

Vielleicht feierst du irgendwann mit mir, wenn mein Plan eine Halt gebende Routine geworden ist, die ich wie ein Ritual zelebriere. Vielleicht freust du dich als Leser dann schon auf jeden Dienstag und Samstag, wenn meine Artikel erscheinen?

Das ist mein Traum.

Was ist dein Traum?

Wann beginnst du trotz Rückschlägen und Motivationslöchern Schritt für Schritt ihn umzusetzen?

Hinterlasse mir einen Kommentar und erzähle mir von deinem Vorhaben. So motivieren wir uns gemeinsam.

Sei es dir wert.

7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Er gefällt mir – Dein Beitrag und Deine Vorsätze…..a b e r : …Du machst gleich wieder 200%, mehrere Schritte auf einmal….stolperst vielleicht nochmal…vielleicht stürzt Du auch und lernst daraus….nicht so schlimm…man rappelt sich auf und legt von vorne los.
    Aber das Risiko kann man minimieren, wenn man kleinere Schritte macht….

    2 Artikel pro Woche, MAGAZIN, verschiedene Rubriken (zu denen man sich spezifisches Wissen aneignen muss!): halloooooochen, das ist aus meiner Sicht eine Mammut – Aufgabe, wenn man sie gut bewältigen will…

    Aber, Du hast Dir ein Ziel vorgenommen, welches meinen Respekt verdient! Packs an!

    Michael Paul David

    1. Du hast ganz Recht, es ist ein großes Ziel, auf das ich vorhabe, Schritt für Schritt zuzugehen. :) Wenn ich merke, dass es anfängt, mich zu stressen, reduziere ich es und passe es so an, dass es mich noch immer heraus- aber nicht überfordert. Ich mache mich soeben daran, die Inhalte für nächste Woche vorzubereiten. Noch macht es Spaß. Ich bin gespannt, wie lange das anhält und ob ich es auch in den Momenten, wo es weniger Spaß macht durchziehe. Immer auf die innere Stimme hören, die mir sagen wird, wie ich am besten vorgehe.

      1. Aber genau das meint er ja, dass du eben nicht Schritt für Schritt auf die Sache zugehst, sondern gleich „200%“ gibst.

        Schritt für Schritt würde für mich z.B. bedeuten:
        Den ersten Monat einen Artikel pro Woche.
        Den zweiten Monat eine neue Rubrik einführen.
        Den dritten Monat zwei Artikel pro Woche.

        Du glaubst vielleicht, dass du damit zu wenig oder zu langsam etwas erreichen wirst, aber das Gegenteil wird der Fall sein, weil du auch den Effekt spürst zu wachsen und zwar ohne Druck.

        Aber ich kann dich sehr gut verstehen und weiß auch, dass man dich erstens nicht davon abbringen kann und zweitens, dass ein ganzer versteckter Berg dahinter steckt, nämlich:
        – das psychologische Hindernis in dir, nicht „klein“ anfangen zu können
        – die trügerische „Gewissheit“, schon zu wissen was man tue und sich „allem“ bewusst sei

        JEDOCH: Prinzipiell finde ich es sehr gut, dass du dir einen Plan machst und ich finde deine Vision sehr schön. Außerdem ist es auch gut, dass du dir anscheinend bewusst darüber bist, dass die Motivation auch nachlassen kann.

        Aber, was wirst du dann tun?

        Woher wirst du dir die Motivation nehmen, wenn dein Plan keine Organisationshilfe mehr ist, sondern dich bedroht wie das Damoklesschwert? Schaffst du es wirklich, dir dann würdevoll einzugestehen, dass dein Plan wohl doch zu ambitioniert war und reduzierst ihn, so wie du es beschrieben hast.

        Oder interpretierst du es als „versagen“, entwertest dich, machst dir Vorwürfe, ein schlechtes Gewissen und kommst damit möglicherweise in ein tieferes Motivationsloch (aus dem es wieder dauert herauszukommen)?

        Ich selbst habe in meinem Leben gerade keinen konkreten Plan, nur eine Richtung. 5% effizient aber 100% gesund. Doch du hast mich auch ein Stück weit inspiriert und ich werde mir ebenso einen Plan machen, weil ich tief in mir fühle, dass ich auch bereit dafür bin. Ich hoffe, dass ich das Feingefühl für die „Dosis“ haben werde. Ich bin zuversichtlich.

        Trotz aller Denkanstöße und „Kritik“, bleib dran an Flohbair und auch an DIR SELBST, getreu deinem Motto: leben und nicht funktionieren.

        Liebe Grüße
        Orkan

        1. Lieber Orkan,

          danke für deinen hilfreichen Kommentar.

          „die trügerische „Gewissheit“, schon zu wissen was man tue und sich „allem“ bewusst sei“ trifft sehr auf mich zu, muss ich gestehen. :)

          Der Plan ist eine Vision, ein Ziel, bestimmt fühle ich mich auch schuldig oder schlecht, wenn ich es nicht schaffe, ihn einzuhalten. Ich probiere es trotzdem einfach aus. Wichtig ist, dass ich darauf achte, wie ich mich fühle – unter Druck und gestresst unzufrieden oder unter Druck und dadurch angespornt? Ich werde es euch mitteilen, sobald es sich herausstellt.

          Denn mit diesem Thema haben wir denke ich alle zu kämpfen.

          Danke auch für den Einblick in dein Vorhaben.
          Lasst uns uns gegenseitig bestärken und besänftigen, wenn wir fühlen, dass es nötig ist.

          Liebe Grüße an dich Orkan
          Elisa

  2. Hallo Elisa,

    schön, wieder von dir zu lesen!
    Und auf deine Artikel zu den verschiedenen Rubriken freue ich mich.
    Deine Ankündigung ist schon irgendwie verpflichtend. Aber ich persönlich lese dich auch gerne um 15:30 Uhr, selbst wenn du schon um 11:30 Uhr hättest „da“ sein sollen.
    Gutes Gelingen und die richtige Portion Motivation!
    Liebe Grüße,
    Martin

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