Nicht ohne meine Bücher

Heute ist der Welttag des Buches. Den hat sich das Buch verdient, denn was wäre die Menschheit ohne Bücher?

Irgendwann las ich einmal, dass Bücher letztendlich wie Telepathie sind. Ihnen wohnt etwas Magisches inne. Denn dank ihnen können wir tatsächlich die Gedanken von anderen Menschen lesen, auch wenn diese schon lange tot sind.

Meine Bücher sind mir heilig. Wie wohltuend ist es, sich in einem Thriller oder Abenteuerroman zu verlieren, wie bereichernd all das Wissen durch Sachbücher und Ratgeber.

Obwohl ich seit 13 Jahren im Ausland lebe, lese ich noch immer am liebsten und fast ausschließlich in meiner Muttersprache, vorzugsweise von deutschen Autoren. Deshalb stelle ich dir zum heutigen Anlass meine 8 noch lebenden Lieblingsautoren aus dem deutschsprachigen Raum vor.

 

1. Juli Zeh

Von Juli Zeh habe ich bisher „Treideln“ und „Unterleuten“ gelesen. Ihre restlichen Bücher möchte ich nach und nach auch alle lesen. Die beiden ersten habe ich in wenigen Tagen verschlungen.

Sie schreibt nicht nur spannend und tiefsinnig, sondern mit Humor. Sie ist eines meiner Vorbilder. Ich schätze ihre Natürlichkeit und ihre Art, mit der sie die intellektuelle Welt erfrischt.

 

2. Benedict Wells

Bisher habe ich von Benedict Wells nur „Vom Ende der Einsamkeit“ gelesen. Das Buch hat mich zutiefst berührt. Ich saß am Ende einfach nur schweigend und mit offenem Mund da und fragte mich, wie man so ein Buch schreiben kann, vor allem, wenn man noch so jung ist.

Von ihm möchte ich unbedingt noch „Spinner“ und „Becks letzter Sommer“ lesen.

 

3. Hape Kerkeling

Ich liebe Hape Kerkelings Sketche, vor allem als Evje van Dampen, die Paartherapeutin mit dem famosen Satz „Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit“ und als polnischer Tenor Pjotr Stianek mit dem großartigen Werk „Hurz“.

Noch mehr liebe ich allerdings Hape Kerkelings Bücher. „Ich bin dann mal weg“ habe ich mehrmals gelesen und einmal als Hörbuch genossen. Und auch „Der Junge muss an die frische Luft“ stand dem ersten Buch ins nichts nach und berührte mich sehr.

Es ist spannend zu erfahren, wie ein so komischer Mann in seinem Inneren tickt und fühlt. Vor allem, wenn er der Sprache so mächtig ist wie Hape Kerkeling.

 

4. Stefan Schwarz

Die Romane von Stefan Schwarz sind zum Schießen. Ich habe drei Bücher von ihm hintereinander weg gelesen: „Oberkante Unterlippe“, „Hüftkreisen mit Nancy“ und „Die Großrussin“.

Ich frage mich, wie ein Mensch, so viel Komik und tiefgründige Alltagsweisheit zusammen in einem Roman unterbringt, und dann auch noch mehrmals hintereinander.

Sein Buch „Das wird ein bisschen wehtun“ steht auch noch auf meiner Unbedingt-noch-lesen-Liste.

 

5. Wolf Haas

Von Wolf Haas habe ich fast alle Bücher gelesen. Bis auf eines oder zwei gehören sie alle zur Krimiserie mit Privatdetektiv Simon Brenner.

Der Sprachstil von Haas ist absolut einmalig. Er spricht seine Leser mit du an, Sätze werden abgebrochen und immer wieder wird der Leser erinnert „Aber jetzt pass auf.“ Als erzähle ein schrulliger Fremder in einer Bar dir die Geschichte.

In jedem Buch fand ich viel zum Lachen, eingestreute Weisheit und Spannung bis zur letzten Seite.

Ich warte sehnsüchtig auf jedes neue Buch von Wolf Haas.

 

6. Wilhelm Schmid

Wilhelm Schmid ist Philosoph. Von ihm las ich „Dem Leben Sinn geben“ und „Unglücklichsein – eine Ermutigung“. Beide absolut empfehlenswert. In meinem Bücherregal steht auch „Gelassenheit – was wir gewinnen, wenn wir älter werden“, das ich natürlich auch noch lesen werde.

Ich schätze an Wilhelm Schmid die verständliche Sprache. Philosophische Bücher verwirren mich oft, wenn sie zu umständlich geschrieben sind, was bei den existentiellen Fragen der Menschheit ja häufig nicht anders möglich zu sein scheint.

Wilhelm Schmid besitzt das Talent, abstrakte Gedanken in einfache Sprache zu kleiden und so allen zugänglich zu machen. Meine Lieblingszitate von ihm sind:

Glück ist wichtig, aber wichtiger ist Sinn.“ und „Wie viele Menschen werden unglücklich, nur weil sie glauben, glücklich werden zu müssen?

 

Rüdiger Dahlke

Rüdiger Dahlke hat sehr viele Bücher geschrieben und wiederholt sich viel. Ich kann es ihm nicht verübeln, denn was er schreibt, kann man nicht oft genug wiederholen.

Das Wohl der Menschen – in dem Fall seiner Leser – liegt ihm am Herzen und seine Bücher drehen sich um Ernährung, ganzheitliche Medizin und/oder unsere Psyche und Seele.

Dank seinem „Großen Buch vom Fasten“ bekam ich Lust auf das Fasten und habe es nun auch schon zweimal getan. Mein absolutes Lieblingsbuch von ihm ist „Die Schicksalsgesetze: Spielregeln fürs Leben – Resonanz Polarität Bewusstsein“. Es eine Art Bibel für mich.

 

8. Veit Lindau

Veit Lindau ist in meinem Leben allgegenwärtig. Als Mitglied des HumanTrust erhalte ich jeden Tag eine Tagesimpuls-E-Mail von ihm, ich habe mehrere Online-Coachings gemacht – die mich auf dem Weg zu mir und dem Leben, das ich mir wünsche, ebenfalls sehr weiterbrachten – und ich lese seine Bücher sehr gern.

Denn keiner schafft es, „spirituelle“ Erkenntnisse so alltagstauglich und konkret zu vermitteln wie er. So forderte er mich eines Nachts beim Lesen von „Werde verrückt“ in einem dänischen Ferienhaus auf, sofort zwanzig Sit-ups zu machen, um mir selbst zu beweisen, dass ich es ernst meine mit meinen Vorhaben.

Ich habe sie durchgezogen und musste dabei selbst lachen. Wäre mein Freund in dem Moment aufgewacht, er hätte wieder einmal den Kopf geschüttelt.

Wenn du Lust hast, deine „PS auf die Straße zu bringen“, sprich dein verborgenes Potenzial zu entdecken und zu entfalten, kann ich dir seine Bücher nur empfehlen.

 

Warum nutzt du den Anlass des Welttages des Buches nicht und gönnst dir heute ein neues Buch?

Sei es dir wert.

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