Drei Lügen, die deinem Glück im Weg stehen

Bei meinem kleinen Frühstücksritual auf der Terrasse las ich heute ein sehr hilfreiches Buch zum Thema Selbstliebe weiter und stieß auf folgende Aspekte, die ich unbedingt mit euch teilen wollte, da sie mir als sehr verbreitete Gründe erscheinen, die viele von uns davon abhalten, glücklich zu sein.

Wir sagen und denken sie, als wären sie unerschütterliche Tatsachen, doch in Wirklichkeit sind es Lügen.

Wir lügen uns selbst an.

Da es mein sehnlichster Wunsch ist, so vielen Menschen wie möglich, die Augen zu öffnen, damit sie sich endlich selbst so glücklich machen können, wie sie es verdienen, würde ich dieses Buch am liebsten allen von euch schenken. Da ich sowohl logistisch als auch finanziell davon überfordert wäre, habe ich mir etwas anderes überlegt:

Ich werde unter allen von euch, die unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen, 4 Bücher verlosen. Die Vorgehensweise erkläre ich am Ende des Artikels.

Nun erst einmal zum eigentlichen Thema:

Verwendest auch du einen oder mehrere der folgenden Sätze, wenn es darum geht, dich um dich selbst zu kümmern?

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1. „Dafür hab ich keine Zeit!“

Dies ist wohl der häufigste Satz, den ich höre, wenn ich anderen Menschen vorschlage, mehr für sich selbst zu sorgen, Übungen für mehr Selbstliebe zu machen oder sich einfach regelmäßig genügend Zeit für sich selbst zu nehmen.

Wie Stefanie Carla Schäfer es in ihrem Buch perfekt auf den Punkt bringt, heißt dies nämlich nichts anderes als:

„Alles andere ist mir wichtiger als meine eigenen Bedürfnisse.“

Wenn du also das nächste Mal diesen Satz sagst oder denkst, führe dir vor Augen, was du da eigentlich sagst. Es liegt nur an dir, dir Zeit für dich zu nehmen und dich selbst wichtig genug zu nehmen.

Fang doch am besten gleich jetzt damit an, dir das Gegenteil zu beweisen. Nimm dir noch heute mindestens 15 Minuten Zeit nur für dich. Wie fühlt sich das an? Überarbeite deine Wochenplanung und trage dir so oft wie möglich (am besten jeden Tag) eine Zeit ein, die du nur dir selbst widmest.

Dein Seelenfrieden, deine innere Ausgeglichenheit und somit auch deine Gesundheit werden es dir danken!

2. „Ich will doch nicht egoistisch sein!“

Seit ich meine Therapie machte und auch offen darüber sprach, dass ich dabei lerne, besser für mich selbst da zu sein und mich an erster Stelle zu setzen, erntete ich zunächst erschrockene und empörte Blicke. Ich hörte Sätze wie: „Es kann ja nicht die Lösung sein, dich nur noch um dich selbst zu kümmern.“ Doch ich hatte mit keiner Silbe erwähnt, dass ich mich nur noch um mich kümmern möchte.

Selbstliebe wird oft mit Selbstverliebtheit und Egoismus verwechselt.

Ein großer Irrtum, der zur Folge hat, dass diejenigen, die gute Menschen sein möchten, sich für andere aufopfern, völlig auspowern und am Ende ihrer Kräfte frustriert und verbittert sind und ihren Mitmenschen vorwerfen, nicht genügend auf sie zu achten. Doch Tatsache ist, dass sie selbst es sind, die nicht genügend auf sich achten. Auch hier führt Stefanie Carla Schäfer ein schönes Beispiel an:

Vor jedem Flug wird darauf hingewiesen, dass Sie im Fall eines Druckverlustes zuerst Ihre eigene Maske aufsetzen müssen, bevor Sie Kindern und anderen Passagieren helfen können.

Genauso funktioniert es mit der Selbstliebe. Desto liebevoller du mit dir selbst umgehst und für sich sorgst, desto besser bist du in der Lage, für deine Mitmenschen da zu sein.

Wenn also ab und zu ein kleines schlechtes Gewissen an dir nagt, sobald du dir selbst etwas Gutes tust, erinnere dich daran, dass du damit auch deinem Umfeld eine Freude machst, da du anschließend mehr Kraft hast, für die anderen da zu sein. Bei der Selbstliebe geht also darum für sich selbst UND für andere da zu sein.

3. „Ich habe keine Liebe verdient!“

Ob er bewusst oder unbewusst in unseren Köpfen schlummert, hat dieser Satz verheerende Folgen für unser Glück. Selbst, wenn wir Menschen finden, die uns mit Liebe überschütten möchten, werden wir es ihnen gar nicht glauben und sie mit unserer misstrauischen Haltung am Ende vielleicht vergraulen.

Ich vergleiche das gerne mit einer Frau, die sich zu dick findet. Da können Hinz und Kunz ihr immer wieder aufs Neue betonen, dass sie nicht zu dick ist, sie wird es erst glauben, wenn sie selbst zu dieser Ansicht kommt.

Ich dachte zum Beispiel in meiner Jugendzeit immer, ich habe einen dicken Bauch und bekam ernstzunehmende Komplexe deswegen. Als ich neulich alte Fotos von mir sah, dachte ich, die wären mit Photoshop bearbeitet, obwohl es noch richtige Filmrollenbilder sind. Ich hatte eine wunderschöne Figur und fand es nun wirklich erschütternd und traurig, dass ich so lange nicht in der Lage war, dies zu erkennen.

Wenn du spürst, dass dieser Satz auch in dir sein Unwesen treibt, dann versuche den Menschen, die dich aufrichtig lieben zu vertrauen und ihre Liebe anzunehmen. Ziehe einfach nur die Möglichkeit in Betracht, dass es tatsächlich stimmt und beobachte, wie du dich dabei fühlst. Stefanie Carla Schäfer empfiehlt hier:

Um einen Zugang zur Selbstliebe – einen Anfang – zu finden, ist es hilfreich, sich ein liebevolles, wertschätzendes Umfeld zu suchen. Denn wenn andere einem freundlich begegnen, wird es leichter, dies auch selbst zu tun. Ein warmes und menschliches Umfeld bringt auf Dauer jedes Eis zum Schmelzen und kann dabei helfen, alte Mauern der Selbstablehnung zu durchbrechen.

Vermeide Menschen, die dir nicht guttun, und umgib dich stattdessen mit Menschen, bei denen du aufrichtige Wertschätzung verspürst. Wiederhole auch ruhig mehrmals am Tag – in Gedanken oder noch besser laut ausgesprochen – den Satz aus den L’Oréal Werbespots: Weil ich es mir wert bin!

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Und weil du es mir wert bist, habe ich mir ein kleines Gewinnspiel überlegt.

Gewinnspiel

Unter allen von euch, die mir unter diesem Beitrag bis zum 23. August 2016, 15 Uhr einen Kommentar hinterlassen, der etwas mit dem Thema und euren Erfahrungen oder Meinungen dazu zu tun hat, werde ich 4 Mal eines meiner Lieblingsbücher zum Thema Selbstliebe verlosen.

Je nach Sprache wird das ein anderes Buch sein, da diese Bücher nicht in allen vier Sprachen von Flohbair zur Verfügung stehen.

Die Auslosung werde ich unprofessionnel und folgendermaßen umsetzen: Ich schreibe die Namen aller Kommentatoren auf gleiche kleine Zettelchen, die ich in einer Schüssel miteinander vermische und ziehe vier davon (die Kommentar-Abgeber der anderen Sprachversionen kommen mit in dieselbe Schüssel, denn wir sind schließlich eine große Gemeinschaft).

Am Abend des 23. August 2016 gebe ich die glücklichen Gewinner auf meiner Facebook-Seite und in diesem Beitrag bekannt.

Die Bücher bezahle ich aus meiner eigenen Tasche, weshalb ich leider nicht mehr verlosen kann.

Ganz unegoistisch ist das natürlich nicht von mir, denn ich möchte endlich mal ein bisschen Leben in die Flohbair-Bude bringen und greife deshalb zu verlockenderen Maßnahmen, um euch hier zum Kommentieren anzuregen ;)

Ich bin gespannt, ob es wirkt.

In diesem Sinne verabschiede ich mich erst einmal für zwei Wochen, bis ich von meiner Alpentour zurückkehre, auf der ich hoffentlich wertvolle neue Erkenntnisse über mich, die Welt und das Leben gewinne.

Sei es dir wert,

Die Gewinner stehen fest. Herzlichen Glückwunsch

Gabriela, Monika, Eilaroc & D. Boekhouver :)

10 Kommentare, sei der nächste!

  1. zu 2. „Ich will doch nicht egoistisch sein!“

    Eine Freundin von mir begann, exzessiv zu meditieren und sich in eine buddhistische Gemeinschaft einzuleben. Mit ihrem Prozess der zunehmenden Selbstliebe habe ich sie tatsächlich zunächst als zunehmend egozentrisch und weniger auf Bedürfnisse anderer schauend wahrgenommen, was mich etwas befremdete.
    Der Freund einer anderen Freundin erzählt gerne und ausführlich über sein Inneres und das so leidenschaftlich und detailreich, dass es mich, so interessant ich seine Gedankengänge finde, irgendwann richtig störte, wieviel Zeit diese Geschichten in Anspruch nahmen. Ich sprach mit meiner Freundin darüber und sie erzählte, dass er seine Ich-Bezogenheit immer wieder mal vorgeworfen bekommt. Und ihr sei aufgefallen, dass das in der Regel immer Menschen seien, die die Tendenz hätten, für sich selbst weniger Raum in einer Gemeinschaft zu beanspruchen, als sie eigentlich gerne hätten, und damit immer mal wieder unglücklich wären. Diesen Raum würden sie jedoch von ihrem Freund jederzeit im gleichen Maße eingeräumt bekommen, wie er ihn eben für sich in Anspruch nahm. Man müsste ihm nur eindeutige Zeichen senden. Ups. Ich merkte, dass sie Recht hatte.
    Seit einem Jahr praktiziere ich nun bewusst und regelmäßig Achtsamkeit und Ich-Zeit, und ja, ich habe mich zeitweise sehr in meine innere Welt zurückgezogen und andere darüber „vergessen“, und ja, ich höre nun manchmal dieselben Vorwürfe, wie ich sie vorher anderen sich um sich selbst sorgenden Menschen gemacht habe. Ich denke nun aber einfach „Aha, so ist das wohl mit dem Prozess der Selbstliebe, das scheint einfach mit dazu zugehören“. Ich muss erst mal aushalten, dass ich damit andere Menschen enttäuschen und verletzen kann. Aber ich halte das immer besser aus, weil ich weiß, dass ich in bestimmten Zeiten eben Ich-Phasen brauche, um immer weiter das geben zu können, was ich meinen Mitmenschen schenken möchte. Und wenn ich mich jetzt von jemandem vernachlässigt fühle, werde ich weniger schneller „sauer“, sondern denke: „Wie schön! Der- oder diejenige besinnt sich grade intensiv auf ihre oder seine Ich-Zeit“ :)

    1. Liebe Maren,

      so ging es mir auch. Ich habe mit mehreren meiner nächststehenden Menschen erst einmal eine Zeit der Umstellung durchlaufen, in der eben Konflikte auftraten, weil ich eben aufhörte es allen recht machen zu wollen, was plötzlich extrem rüberkommt. Vielleicht ist es das in der Anfangszeit auch, doch nach einer Weile findet man den Ausgleich und die Beziehungen entspannen sich extrem, weil die anderen nun wissen, dass ich den Mund aufmache, wenn ich etwas nicht mag und auch nein sagen kann, und sich umso mehr freuen, wenn ich mich aufrichtig für sie interessiere und ihnen Zeit widme, weil sie nun auch wissen, dass es nicht aus Verpflichtung, sondern aus aufrichtigem Interesse für ihre Gefühlswelt geschieht. :) Ich freue mich sehr, deine Erfahrungen dazu zu lesen. :)

  2. JA, die Selbstliebe ist wohl DAS entscheidende Thema überhaupt. Wie oft in den letzten Jahren habe ich gedacht, dass ich mich doch jetzt endlich selbst lieben würde. Mit der „Liebe“ hatte ich die Latte ganz schön hoch angesetzt, war ich doch ein Ahnungsloser in Sachen Liebe und zugleich ein sehnsuchtsvoll suchender, verlangender, bedürftiger nach einer Zuwendung, die ich wohl zeitlebens vermisste… was soll den das Selbstliebe sein? Ich hatte wirklich keine Ahnung! – Dann saß‘ ich bei dem einen Therapeuten in der Gruppen-Therapie und es drehte sich um Selbstliebe und ich wusste wirklich nicht ob ich überhaupt etwas davon schon in mein Leben integriert hätte… am nächsten Tag griff ich zu einem Mittel, an das ich mich wieder erinnerte, denn damit hatte mein Reise in die Esoterik, in die Spritualität und sämtliche Selbstentwicklungs und -verbesserungsprogramme im Jahre 2008 begonnen. Ich bestellte mir dieses von den japanischen Wasser-Experimenten motivierte T-Shirt mit der Aufschrift: ICH LIEBE MICH – sowohl auf DEUTSCH als auch auf JAPANISCH. Dieses T-Shirt musste ich für das Experiment 30 Tage am Stück tragen und wenn ich besonders mutig sei sogar offen sichtbar. Das sollte etwas verändern. Wie auch Eis-Kristalle in einer Schale mit der Aufschrift LIEBE angeblich schöner und harmonischer auskristallisieren als jene mit der Aufschrift HASS. – Ich habe nicht wirklich einen Unterschied gemerkt, doch mein Bewusstsein für diesen Aspekt wurde zwangsläufig geschärft. Das ganze war übrigens auch ein Gewinnspiel. Am Ende sollte ich einen Feedback-Bogen einsenden, auf den ich halt etwas nettes drauf geschrieben hatte und: Ich habe gewonnen: Ein Buch zum ähnlichen Thema: Heilen mit Symbolen, die ich mir auf den Körper malen sollte… Damals habe ich es bei Amazon ziemlich schnell wieder verkauft. – Dieses T-Shirt trug ich schließlich in der Therapie-Gruppe, überwand die Furcht vor dem antizipierten möglichen Vorwurf, dass ich doch arg narzisstisch sei, redete mich auch geschickt heraus, dass es ja nicht um mich geht, sondern mein Gegenüber, denn schließlich würden diese ja den Satz lesen: ICH LIEBE MICH und so daran erinnert werden… – Naja…
    Im vergangenen Jahr, endlich, erntete ich, nachdem ich jahrelang gesät, gepflügt und den Acker bestellt hatte…. So viele Seminare, so viele Kurse, so viele Therapien… Mein Weg aus einer schweren Depression führte mich über Achtsamkeit und Gewahrsein hin zu Selbstannahme. Dessen war gar nicht ich selbst mir bewusst geworden, sondern im Gespräch mit meinem Trauma-Therapeuten und Osteopathen bekam ich von diesem die Rückmeldung, dass er den Eindruck hätte, dass es da jetzt wirkliche Selbstannahme bei mir geben würde. Ich hielt kurz inne und… tatsächlich, das war es, Selbstannahme. Damit konnte ich mich anfreunden, ein guter passender Ausdruck. Ich konnte mich endlich selbst annehmen genau so wie ich jetzt und in diesem Moment bin mit all dem was ich einmal gewesen bin und mit all dem was ich einmal sein könnte… – Ein großes HALLO! und ein großes JA! für mich selbst. Wenn das nicht Selbstliebe ist, dann weiss ich nicht…

    1. Oh Tobias, danke für deine Geschichte. Ich finde es schön, dass du darin zeigst, dass es hierbei eben um einen langen Prozess geht. Natürlich reicht es nicht, Bücher zu lesen und Seminare zu suchen oder zu einem Therapeuten zu gehen, es geht darum, sich dann auch wirklich mit sich selbst zu beschäftigen, sich an sich selbst und den neuen Umgang mit sich zu gewöhnen, sich nicht mehr ständig zu verurteilen … Das ist nicht so leicht, da es Kraft und Konzentration kostet. Unsere Gedanken lenken uns da sehr schnell wieder in ihre vorgestapften Spuren der Negativität, denen es viel leichter fällt nachzulatschen, da sie eben schon da sind. Leider führen diese Spuren nur immer weiter weg von dem, was ich als Leben und Lebendigkeit bezeichnen würde. Ich freue mich über unseren Austausch, denn zusammen sind wir auch einfach mal stärker :) Liebste Grüße an dich, Tobias!!

  3. Ein wunderschöner Artikel ♥
    oh ja, die Selbstliebe, die muss ich auch noch stärken. Denn wenn das Umfeld nicht stimmt, stimmt es bei einem selber im Inneren irgendwann auch nicht mehr. Wenn man einen nur kennt, wenn man „gebraucht“ wird und danach nicht mal mehr auf der Straße gegrüßt wird … sehr trauriges Umfeld, von dem ich mich gelöst habe, um mich selbst zu finden. Leider ist das nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Aber mit Artikeln wie Deinem, wird einem Mut gemacht und bekommt „gesagt“: Hey, Du bist nicht verkehrt. Du hast nur die Menschen um Dich, die nicht zu Dir und Deinen Herzensangelegenheiten passen, weil sie das Wörtchen „Danke“ nicht kennen, wenn man ihnen hilft.
    Danke für Deinen wunderschönen Artikel und ich hoffe sehr, dass mehr Menschen ihn lesen ;)

    1. Vielen Dank für deinen motivierenden Kommentar, liebe Monika! Ich finde auch, es hilft zu merken, dass auch andere Menschen diesen Weg einschlagen, auch wenn er wie du es schon sagtest, alles andere als einfach ist. Vor allem, wenn man merkt, dass man nicht das richtige Umfeld hat. Ein Austausch mit Gleichgesinnten spornt an, den lohnenswerten Weg auch in schwierigen Situationen weiterzugehen. Danke noch einmal für deinen Kommentar. :)

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