Blogempfehlung feel4nature

Soeben entdeckte ich einen Blog, der mir aus der Seele sprach.

Also konnte ich nicht anders und schrieb den Autoren eine Nachricht, um ihnen meine Meinung unter die Nase zu reiben. Während ich diese Nachricht schrieb, sprudelte es plötzlich aus mir heraus. Deshalb kommt sie nun hier als Beitrag.

Gerichtet ist sie letztendlich an euch und natürlich an die Betreiber von feel4nature – TAUCHEN, TREKKING, REISEN UND NATUR

„Wunderschöner Blog!!!

Hallo erstmal,

musste meine Begeisterung noch vor der Begrüßung kundtun. So ist das manchmal.

Ich bastle gerade an meinem Blog. Meine anfängliche Euphorie weicht dabei gerade einer gewissen Griesgrämigkeit und Frustration zusätzlich zu meiner Arbeit so lange am Computer zu hängen, um Recherchen zu betreiben, andere Blogs zu lesen, mich zu orientieren und Leser zu finden.

Dabei schleicht sich immer wieder der Gedanke ein: Will ich das wirklich? Was will ich vom Bloggen? Eigentlich nur schreiben und Austausch, also könnte ich mir doch das ganze Rumrecherchieren sparen … ?

Wahrscheinlich geht es auch um Anerkennung, weshalb ich Leser finden möchte.

Doch jetzt, wo ich deinen Blog lese, merke ich eines. Ich muss den nächsten Schritt in meiner Persönlichkeitsentwicklung gehen.

Angefangen hat diese völlig unbewusst mit meiner ersten Auswanderung nach Frankreich mit 22 Jahren. Erkenntnis dort: Ich bin ein unbeschriebenes Blatt an diesem Ort, wo mich keiner kennt, und kann endlich ich selbst sein, da keiner etwas Bestimmtes von mir erwartet. Wow! Was für eine Freiheit!

Nach der Anfangseuphorie, wo alles neu ist, kam die Einsamkeit und der Alltag, doch stets mit diesem gewissen Gefühl von Abenteuer und einer besonders tiefgründigen Erfahrung. Also hart, aber sehr interessant.

Neun Jahre später sitze ich nach einem Monat Auszeit in Mallorca bei meiner Psychologin in Paris in der Praxis und erzähle ihr, dass ich unbedingt aus Paris weg muss, es nicht mehr aushalte, aber nicht weiß, ob das eine gute Idee ist, da ich ja auch einen festen Partner habe, mit dem ich zusammenwohne.

Sie sagt nur zu mir: Du musst lernen, dass du nicht für das Glück oder Unglück der anderen verantwortlich bist. Kurz darauf buche ich auf dem Heimweg einen Billigflug nach Mallorca, verkünde zuhause, dass ich gehe und breche wieder auf. Fluchtartig, brutal und völlig planlos.

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Zweite Erkenntnis: Nachdem ich in Frankreich Fuß gefasst hatte, habe ich wieder feste Bindungen um mich herum gehabt. Also wieder Erwartungen von meinen Mitmenschen und somit auch mir selbst und das Gefühl der Unfreiheit. Ich habe meine Verhaltensmuster mit den neuen Menschen um mich herum wiederholt. Dies wollte ich nun in Spanien anders machen.

Also sitze ich nun hier.

Wieder ein Neuanfang. Wieder zwei Jahre Einsamkeit. Bald eine neue Partnerschaft. Doch diesmal achte ich darauf, meine Muster nicht blind zu wiederholen.

Das ist anstrengend. Das bringt Diskussionen. Das braucht Zeit.

Doch wenn ich dann in manchen Momenten spüre, dass ich mich in meiner Partnerschaft genauso frei fühle, wie ohne, mit dem Vorteil Liebe zu empfinden, zu mir, zu meinem Freund, zu meinem neuen Zuhause auf dieser Insel, dann lohnt sich die Anstrengung.

In den anderen Momenten zweifle ich manchmal an meinem Weg. An der Welt. Finde alles Scheiße. Unzufriedenheit macht sich breit, wie jetzt auch mit dem Blog-Plan.

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Also ist es nun Zeit für den nächsten Schritt: Alltag gestalten!

Keine Weltreise planen, sondern tägliche Zeit, die ich mit mir allein oder angenehmen Mitmenschen draußen verbringe, in der Natur, wie dein Blog es so schön beschreibt.

Im August überquere ich mit meinem Vater die Alpen. Davon träumte ich schon lange. Auch hier auf Mallorca wage ich meine ersten Wanderschritte allein in der Natur und merke, wie gut mir dies tut, wenn ich es schaffe, mich dazu zu motivieren.

Nun wird mir bewusst, dass dies der erste Schritt dieser neuen Etappe ist. Es geht voran. Danke für das regelmäßig erforderliche und durch euren Blog soeben erfolgreich durchgeführte Wachrütteln.

Einen herzlichen Gruß aus Mallorca!

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Gehe jetzt raus! Radfahren, Strand … das ist Leben.

Elisa :)“

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